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Bedarf
Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin A beträgt 0,8 bis 1,0 mg. Längeres Kochen, Sauerstoff und Licht schadet Vitamin A. Deshalb sollte man Lebensmittel, die Vitamin A enthalten, immer ungeschält oder verpackt und dunkel – am besten im Kühlschrank – lagern. Die Kochverluste liegen zwischen 10 und 30 Prozent.

Hypovitaminose
BBei Mangel an Vitamin A (Hypovitaminose) kommt es zu erhöhter Infektionsanfälligkeit, Trockenheit der Haut, Haarausfall, Nachtblindheit, verringerte Sehschärfe, erhöhte Lichtempfindlichkeit und Wachstumsstörungen, wie Störungen des Knochenwachstums im Kindesalter.

Hypervitaminose
Eine Überversorgung mit Vitamin A (Hypervitaminose) kann zu Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, erhöhten Hirndruck (pseudotumor cerebri), Abnahme des Knochengewebes und schmerzhaften Wucherungen der Knochenhaut führen. Von dem Verzehr von Leber in der Schwangerschaft wird abgeraten. (Wahrscheinlich ist Retinol teratogen, das heißt fruchtwasserschädigend) Folge: Fehlgeburten, Missbildungen. Eine Hypervitaminose tritt bei Aufnahme von über 200 Milligramm pro Tag ein.

Da Vitamin A fettlöslich ist, kann es sich im Körper über lange Zeit anreichern. Daher können auch geringere Dosen über längere Zeiträume genommen zur Hypervitaminose führen. Neuere Studien zeigen, dass der Vitamin A-Gehalt von Masttierlebern heute zum Teil deutlich über den üblichen Angaben in herkömmlichen Nährwertetabellen liegt, was an grosszügigen Futtermittelzusätzen liegen dürfte. Der Verzehr von Leber sollte also immer mit Vorsicht erfolgen.


Artikel "Vitamin A". Aus: Wikipedia. Die Freie Enzyklopädie,
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin_A
Abgerufen am 30. November 2005, 15.36 Uhr
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